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RuhrOma Treffen:100 Frauen aus 18 Städten setzen Zeichen gegen rechte Hetze
An diesem Samstagmorgen wird es voll im Dortmunder Haus der Vielfalt: Über 100 Frauen in
ihren besten Jahren aus 18 Ruhrgebietsstädten und dem Sauerland sind gekommen,
um sich zu vernetzen, in Workshops auszutauschen, zu diskutieren, sich am
reichhaltigen Mitbring-Buffet zu stärken. „Willkommen zum Ruhrgebietstreffen der
Omas gegen Rechts“, werden sie in dem großen Saal von Brigitte Christiansen, der
Ko-Vorsitzenden des gleichnamigen Dortmunder Vereins begrüßt. Sie schließt ihre
Ansprache mit Grußworten an die Omas, die zeitgleich in Erfurt gegen den Parteitag
der rechtsextremen AfD-Parteitag demonstrieren.
Im Anschluss kommt ein Mann auf die Bühne: Friedhelm Evermann von der
Koordinierungsstelle „Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ der Stadt Dortmund wünscht
einen erfolgreichen Erfahrungsaustausch. Und Kabarettistin Mia Mittelkötter (Lioba
Albus), ebenfalls aktiv bei den Dortmunder Omas, bekommt mit ihrer satirischen
Einlage, der Rechtsextremismus sei im Ruhrgebiet unter Tage in den stillgelegten
Kohlebergwerken am besten aufgehoben, viel Beifall.
Aktionsideen, wie die Vermittlung von den Werten der Demokratie das rechte
Gesinnungsgut in unserer Gesellschaft ausbremsen kann, werden in den Workshops
diskutiert und weitergegeben. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Bildung,
Feminismus, Aktionssingen und Argumentationstraining gegen Hass und Hetze.
Die Omas im Ruhrgebiet werben schon lange an Infoständen, in Schulen,
Kindergärten, Vereinen, Demos gegen Rechts,Stadtteilfesten und
Kulturveranstaltungen überparteilich, beharrlich und erfolgreich für die Beibehaltung
der demokratischen Werte, die das Leben in Deutschland nach dem Nazi-
Faschismus positiv geprägt und für Wohlstand gesorgt haben. Sie wollen, so das
Ergebnis des Regionaltreffens, auch weiter Stärke zeigen, sich in Zukunft noch mehr
vernetzen, sichtbar bleiben und ihre Stimme erheben.
Wie Inge aus Oberhausen, die sich drei Tage nach der Geburt ihres ersten Enkels
den Omas in ihrer Heimatstadt anschloss „um dafür zu kämpfen, dass all unsere
Kinder und Kindeskinder auch weiterhin eine sichere Zukunft haben. Und das geht
nur in einer Demokratie, nicht im Faschismus. Das sollten wir alle inzwischen gelernt
haben“.
Das Ruhroma-Treffen im nächsten Jahr steht nach dieser erfolgreichen
Veranstaltung auch schon fest. Es wird in Oberhausen stattfinden.